Stadtwerke Langenzenn

Stadtwerke

Geschichte

Geschichte der Stadtwerke Langenzenn

Die Geschichte der Stadtwerke ist eng mit der Geschichte der Stadt Langenzenn verbunden. Bereits im Jahr 1848, der Zeit der deutschen Revolution, wurde in Langenzenn die Straßenbeleuchtung mit Petroleumlaternen eingeführt. Der damalige Bürgermeister Haßler vermachte der Stadt 100 Gulden für die Einführung der Straßenbeleuchtung, die zunächst aus 15 Hängelaternen bestand. Diese Laternen wurden nach und nach vermehrt. Schwierigkeiten gab es bei der Versorgung der Lampen mit Petroleum und mit der Helligkeit.

Einige Jahr später im Jahr 1862 wurde die erste Wasserleitung in Langenzenn gebaut, die allerdings zu klein konzipiert war. So dauerte es bis Ende des 19. Jahrhunderts, bis man von der Errichtung eines richtigen Rohrnetzes sprechen konnte. In der Zeit von 1895 bis 1905 wurde die städtische Wasserleitung eingerichtet und das Rohrnetz allmählich erweitert. Die Stadt Langenzenn wurde über den Hardgraben her mit qualitativ gutem und in der Menge ausreichendem Trinkwasser versorgt. Die damaligen Kosten betrugen 20.000 Mark. Wie auch in heutiger Zeit gab es auch damals schon Zuschüsse für Baumaßnahmen, so wurde die Errichtung der Wasserleitung mit einem Zuschuß von 8.000 Mark vom staatlichen Wasserversorgungsbüro gefördert. Der größte Teil der Langenzenner Haushalte war bis Ende des ersten Weltkrieges an die städtische Wasserleitung angeschlossen.

Im Jahr 1902 wurden Verhandlungen über die Einführung von Gaslicht oder elektrischem Licht geführt. Es dauerte allerdings bis zum Jahr 1911 bis der Anschluß an die mittelfränkische Kraftzentrale erfolgte und die elektrische Straßenbeleuchtung eingeführt wurde. Die Stadtverwaltung übernahm die Finanzierung dieser Anlage, die 33.000 Mark kostete. Hierfür wurde eine „Elektrizitätskasse“ geschaffen, aus der die Tilgung erfolgte. Am 9. Februar 1911 erfolgte der Anschluß an das Kraftwerk, bei 500 Haushaltskunden gab es 78 private Lichtanschlüsse, 28 Pauschalanschlüsse und vier Kraftanschlüsse. Nachdem die Langenzenner der Elektrifizierung zuerst argwöhnisch gegenüber standen, wuchs in den nachfolgenden Jahren die Zahl der Stromabnehmer rasch an. Im Jahr 1912 gab es 123 und im Jahr 1918 schon 234 Lichtanschlüsse.

Im Jahr 1925 wurde das Rohrnetz der Wasserleitung vergrößert und ein neuer Vorratsbehälter im Hardgraben angelegt. Im strengen Winter des Jahres 1929 waren sämtliche Wasserleitungen eingefroren, die vom 28. März 1929 an durch eine Nürnberger Firma wieder aufgetaut werden mußten. 1950 wurde die neue Wasserleitung und der große Hochbehälter über dem Hardgraben in Betrieb genommen. Eine weitere Aufgabe haben die Stadtwerke Langenzenn im Jahr 1977 erhalten, in diesem Jahr wurde das Langenzenner Hallenbad eingeweiht und in Betrieb genommen. Ein Blockheizkraftwerk mit zwei Modulen wird 1993 in Betrieb genommen. Der Ortsteil Burggrafenhof wird seit dem Jahr 1998 direkt durch die Stadtwerke Langenzenn versorgt (früher durch das Fränkische Überlandwerk).

Die Stadtwerke Langenzenn versorgen jetzt im Jahr 2004 ca. 8.300 Einwohner mit Trinkwasser und ca. 8.500 Einwohner mit elektrischer Energie. 74 km Trinkwasserleitungen sowie 33 km Mittelspannungs- und 65 km Niederspannungskabel sichern die ständige Versorgung der Langenzenner Bürger mit Trinkwasser und elektrischer Energie. Die Versorgung mit elektrischer Energie wird durch 37 stadtwerks- und 20 kundeneigene Trafostationen gewährleistet, der Höchstbezug an elektrischer Energie lag bei ca. 8.304 kW im Jahr 2012.

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