Stadt Langenzenn

Stadt Langenzenn

Laubendorf

Historische Denkmäler

Evang.-Luth. Kirche St. Georg
14.-15. Jahrhundert

Neues Pfarrhaus

Historisierender Fachwerkbau, Anfang des 20. Jahrhunderts

Ehemaliges Pfarrhaus
Zweigeschossiges Giebelhaus mit verputzem Fachwerk 1724, Scheune 17./18. Jahrhundert (Pfarrweg 9)

Erdgeschossiges Wohnstallhaus 

mit Fachwerkgiebel um 1700 (Dürrnbacher Straße 9)

Zweigeschossiges Bauernhaus

Giebel Fachwerk, Traufseite verputzt, Inschrift "1800" (Wilhermsdorfer Straße 18)

Von links Hemm, Sterneckert, Tiefel, Denzler-Kohl (1958)
Von links Hemm, Sterneckert, Tiefel, Denzler-Kohl (1958)
Laubendorf mit vielen Fachwerkgiebeln (1958)
Laubendorf mit vielen Fachwerkgiebeln (1958)

Zeitachse

1237 Erste urkundliche Erwähnung als "Lubendorff", 1243 als "Lovbendorf".

1246 überläßt das Kloster Heilsbronn dem Domkapital in Bamberg im Tausch Güter in Laubendorf.

14. Jahrhundert Als Gutsherren von Laubenddorf erschienen in Urkunden das Kloster Heilsbronn, Conrad von Linte, St. Klara-Kloster in Nürnberg, Sigfried von Brenwiz, Konrad Graß (Schultheiß in Nürnberg), Burggraf von Nürnberg (um 1360/70 werden 9 burggräfliche Güter verzeichnet).

1407 Erstmals eine Pfarrkirche bezeugt.

1414 Salbuch des Amtes Cadolzburg: 12 markgräfliche, 8 nürnbergische Gutshöfe und ein Langenzenner Spitalshof. Außerdem noch genannt eine Badstube, eine Schmiede und ein Hirtenhaus, die alle der Gemeinde gehören.

1424 Markgraf Friedrich übergibt dem Kloster Langenzenn die Kirche zu Laubendorf mit all ihren Einkünften. Die Pfarrei wurde vom Kloster versehen.

1528-38 Erster evangelischer Pfarrer Bauerreis. Laubendorf wurde eine selbständige Pfarrei mit der Filialkirche Dürrnbach. Erhielt auch eine eigene Schule.

1535 Langenzenner Salbuch: 17 markgräfliche Bauerngüter, die namentlich mit ihrem Besitz und gutsherrlichen Verpflichtungen verzeichnet sind.

1710 Grundherrschaft: 17 markgräflich, 4 der Pfarrei Rittersbach, 1 Spitalshof Langenzenn, 1 Gut der Stadtkirche Langenzenn

1792 37 grundherrliche Höfe

1808 Bildung der politischen Gemeinde Laubendorf, bestehend aus Laubendorf, Erlachskirchen, Hardhof, Heinersdorf und Lohe

1846 Ortsteil Laubendorf: 42 Häuser, 56 Familien, 233 Einwohner, Pfarrei, Schule, 1 Wirt, 1 Büttner, 2 Branntweinbrenner, 1 Metzger, 2 Krämer, 2 Schuster, 1 Schmied, 3 Weber.

1878 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1858 Sportverein Laubendorf.

1972 Eingemeindung nach Langenzenn.

(Kroner, M. (1988): Langenzenn. Vom Königshof zur Gewerbe- und Industriestadt)

Geschichte in Worten

Westlich der Stadt Langenzenn und östlich des Marktfleckens Wilhermsdorf liegt Laubendorf. Seine Bauernhöfe und Fachwerkhäuser scheinen sich an den Südhang des Zenngrundes anzulehnen; in einem Seitental, der Altbuch, sieht es wiederum so aus, als ob sie terrassenförmig, nach oben wüchsen. 

Urkundlich wird Laubendorf erstmals 1246 erwähnt. Als erster bekannter Pfarrer ist Johann Peheim zu nennen, der im Dezember 1407 vom Domdekan zu Bamberg ermahnt wird, ein neues, würdiges Pfarrhaus zu bauen. Bei der Gelegenheit erfahren wir auch, dass zur Pfarre Laubendorf schon damals der Ort Dürrnbuch gehörte - was bis heute so geblieben ist. Am 11. September 1424 tauschte Markgraf Friedrich I. von Brandenburg mit dem Bamberger Domkapitel sein Kirchlehen zu Bindlach (bei Bayreuth) gegen das Pfarrlehen zu Laubendorf, wobei er letzteres hinfort dem Augustinerchorherrenstift Langenzenn inkorporierte. 1525 wird Laubendorf deshalb mit dem Kloster evangelisch. Als Pfarrer amtierte damals Johannes Bauereisen de Rot (aus Roth). Dieser war zunächst ein Gegner der Reformation und verließ Laubendorf 1527. Drei Jahre später kehrte er aber mit dem "neuen Glauben" wieder heim, weil er sonst seine Pfründe verloren hätte.

Mehrere große Truppendurchzüge im 30jährigen Krieg richteten an Kirche und Pfarrhaus schwere Schäden an. Die starke eichene Tür am Turmeingang unserer Kirche lässt noch heute die Axt- und Schwerthiebe der Belagerer erkennen. 1623 ist der Kirchturm von den "Coßagen (Kosaken) demolirt" worden. 1625 hausen Mansfeldische Söldner in der Gegend und zerschlagen die Kirchenfenster. 1631 folgen die Truppen Tillys. Die schlimmste Zeit kam, als im Sommer 1632 Gustav Adolfs und Wallensteins Heere sich elf Wochen lang bei Zirndorf gegenüberlagen. Sieben Meilen weit wurden die Lebensmittel "herbeigeholt" und die ganze Umgegend verwüstet. Auch unser Dorf ging in Flammen auf, nicht jedoch die Kirche.

1822 gliederte man Laubendorf dem Dekanat Cadolzburg, das bis 1801 noch Langenzenn geheißen hatte, aus und dem Dekanat Markt Erlbach ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich in Laubendorf viele Ungarndeutsche an. Durch weitere Zuzüge im Laufe der Jahre entstand abermals ein Siedlungsgebiet.http://www.kirche-laubendorf.de/

Laubendorf heute

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Weitere Infomationen

Kirchweih

Vier Tage am dritten Wochenende im September.

Dorffest
Am letzten Samstag im August.

Dorffest Laubendorf 1
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Dorffest Laubendorf 2
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