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Herzlich Willkommen in Langenzenn
Herzlich Willkommen in Langenzenn

Hauptbereich

2019

Schülercafé an der Mittelschule startet durch

Das Schülerprojekt der Mittelschule Langenzenn-Veitsbronn wurde im letzten Jahr durch den Schulleiter Udo Sponsel initiiert. Seitdem wurde eifrig an der Umsetzung eines ressourcenschonenden Schülercafés gearbeitet. Die Schulsozialarbeiterin Meike Weber startete bereits im Oktober 2019 den Fairen Snackverkauf in der Mittelschule.

Unter Anleitung von Schulsozialarbeiterin Carmen Mirowsky kümmerten sich Schüler*innen aus den 6. und 8. Klassen von Anfang an um das „Unternehmen“ Schülercafé. Im Vorfeld wurden gebrauchte Stühle abgeschliffen, lackiert und mit umweltfreundlicher Kreidefarbe bunt angemalt. Tische wurden gemeinsam nach nachhaltigen Kriterien ausgesucht. Geschirr und entsprechende Gerätschaften sind aus dem Siegelsdorfer Gebrauchtwarenhof bezogen worden. Auch ein Logo für das Café wurde selbst gestaltet. Beim Wareneinkauf wird auf Produkte aus der Region und dem fairen Handel geachtet. Inventarliste, Kassenbuch, Einkaufsliste, Dienstplan etc. wurden erstellt, eine entsprechende Gesundheitsbelehrung ist ebenso durchgeführt worden.

Im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier hat das Café am 05. Februar 2020 offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Die Schüler*innen verköstigten die geladenen Gäste mit selbstgemachten Smoothies, Gemüsesticks mit Dips und kleinen Häppchen.

Ein weiteres Vorhaben des Cafés läuft gerade an. Für den Außenbereich sollen Lounge-Möbel aus alten Euro-Paletten selbst zusammengebaut werden. Es haben sich bereits Unternehmen aus Langenzenn angeboten, das Projekt mit Paletten zu unterstützen.

Wir wünschen allen Akteuren viel Spaß und einen erfolgreichen und fairen Cafébetrieb!

Agenda 2030 Kino in Langenzenn - „Bauer unser“ – So kann es nicht weitergehen!

Bis auf den letzten Sitzplatz war das Langenzenner Bürgerhaus Ende November 2019 besetzt. Im Rahmen des Agenda 2030 Kinos im Landkreis Fürth wurde von der Steuerungsgruppe Fairtradestadt Langenzenn der Dokumentarfilm „Bauer unser“ gezeigt.

Die Doku von 2016 porträtiert sechs österreichische Landwirte, vom kleinen Bioschafzüchter bis zum großen Legehennenbetrieb. Der Film beschäftigt sich mit den Folgen der zunehmenden Globalisierung und Industrialisierung für die Landwirte. Ihre Reaktionen reichen von Expansion bis zur Direktvermarktung. So verschieden sie auch sind, alle sind sich einig, dass es so nicht weitergehen kann.

In diesem Film wird deutlich, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Weit entfernt von rosigen Bildern einer ländlichen Idylle gibt es dennoch Momente der Hoffnung. Etwa wenn der Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält. Oder wenn die Bio-Schafzüchterin Maria Vogt eigenhändig Schafe melkt und frohlockt: „Hey, es geht ja auch ganz anders!“

Nach der Filmvorführung brachten Vertreter aus der Landwirtschaft Ihre Haltung klar zum Ausdruck, jedoch ohne erhobenen Zeigefinger.  

Herbert Engelhardt, 1. Vorsitzender Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth e.V., Ökoflächenmanagement Fürth Natur:

„Um die Ansprüche unserer Gesellschaft nach einer Ökologisierung der Landwirtschaft zu erfüllen, brauchen wir einen wirksamen Außenschutz und keine Handelsabkommen wie Mercosur (Abseits- und Umweltstandards). Denn mit einem freien Welthandel, sind wir mit diesen Forderungen nicht mehr wettbewerbsfähig. Selbst eine Umstellung der EU-Direktzahlungen wird daran nichts ändern. Die Abhängigkeit durch Lieferungen aus Drittstaaten sehen wir heute schon bei den Arzneimitteln.“

Matthias Kohl, Landwirt und Ausbilder:

„Über die negativen Folgen diskutierte die Gesellschaft schon in meiner Ausbildungszeit vor 25 Jahren. Es hat sich gezeigt, dass ein Markt ohne Regeln kein freier Markt ist, sondern ein Ungerechter.“

„Der Handel macht hohe Gewinne, die Verbraucher können günstige Lebensmittel in sehr guter Qualität kaufen mit dem Ergebnis, dass immer mehr Familienbetriebe aus der Landwirtschaft aussteigen müssen, weil die Erlöse für zukünftige Investitionen nicht mehr ausreichen (die Gewinnspanne wird immer kleiner). Der Landwirt, der weitermacht, muss sich eine Nische suchen oder produktiver werden (wachsen). Die Lösung kann nur sein, dass unser freier Weltmarkt Regeln bekommt, der ein nachhaltiges Leben aller Beteiligten ermöglicht.“

Julia Hager, Hofladenbox:

„Dass sich eine artgerechte und umweltfreundliche, landwirtschaftliche Produktion nicht oder nur schwer mit Massentierhaltung und riesigen Betrieben, wie im Film gesehen, in Einklang bringen lassen, liegt auf der Hand. Doch der Kunde und Endverbrauer ist es, der am Zug ist! Kaufen wir regional, von kleinen Erzeugern und Höfen, und essen – nein: genießen! – wir bewusst, könnten sich die Zeiten für Landwirte ändern, die Preise fair werden und Lebensmittel auch endlich wieder wertvoll sein. Monetär und inhaltlich!“

Wolfgang Kleinlein, Landwirt (Neuland, Biokreis, Faire Milch):

„Der Film spiegelt die erschreckende Situation des immer schnelleren Strukturwandels nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa wider.“

„Eine Möglichkeit, die sowohl Verbrauer als auch Landwirte nutzen können, ist die Unterstützung der Marke „die faire Milch“. In der aktuellen Diskussion über die Folgen einer zu intensiven Landwirtschaft hat die faire Milch als erste deutsche Lebensmittemarke eine flächengebundene Viehhaltung verpflichtend eingeführt. Wichtig sind mir aber auch die politischen Ziele: Die Milch steht für die Schaffung eines Marktgleichgewichtes in der EU, als dann auch der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern zu Gute kommen würde.“

Peter Köninger, Landwirt und Kreisobmann des Bayerischen BauernVerbandes – Kreisverband Fürth:

„Bauer unser – Unsere Bauern, den Titel des Films nur umdrehen und in der Gesellschaft so verhalten. Jeder kann das, ist an der Ladentheke gar nicht so schwierig. Ebenso müssen wir von den allgemeinen Schuldzuweisungen wieder wegkommen und Probleme mit unseren gut ausgebildeten Landwirten gemeinsam anpacken. Am Ende des Tages werden nur so viele Familien ihren landwirtschaftlichen Betrieb fortführen, so vielen wir als Gesellschaft eine gute wirtschaftliche Existenz ermöglichen.“

Christian Endreß, Landwirt (Bioland):

„Der Film beschreibt aus meiner Sicht die aktuelle Lage in der Landwirtschaft sehr gut. Leider ist es so, wenn sich ein Betrieb keine eigene Nische aufbauen kann, er in dem Hamsterrad „wachsen oder weichen“ mitlaufen muss. Der Verbraucher hat es in der Hand zu welchen Lebensmitteln er im Regal greift und hier überwiegt leider der Preisgedanke (kognitive Dissonanz) vor regional, direkt vom Erzeuger, Bio. Die momentane Situation wird durch aktuelle Freihandelsabkommen und weiteren, immer strenger werdenden, Reglementierungen seitens der Politik noch verstärkt. Die ökologische Wirtschaftsweise kann für Betriebe eine Alternative sein, passt aber nicht zu jedem Betrieb und Betriebsleiter.“

Nach einer langen und konstruktiven Diskussionsrunde mit Konsumenten und Vertretern der Landwirtschaft sind sich alle einig, dass nur gemeinsam passende Lösungen gefunden werden können.

Mehr direkten Kontakt zwischen Verbraucher und Anbieter von regionalen Produkten ist ein guter Anfang. Die Regionalinitiative „Gutes aus dem Fürther Land“ ist hierfür ein gutes Beispiel.

Besuchen Sie doch mal wieder öfters unsere Landwirte und Hofläden vor Ort, um regional einzukaufen! Die regionalen Einkaufsmöglichkeiten aus „Gutes aus dem Fürther Land“ finden Sie unter www.landkreis-fuerth.de  – Rubrik Zuhause im Landkreis – Gutes aus dem Fürther Land

Infos und Fragen zu Aktionen der Steuerungsgruppe Fairtradestadt Langenzenn erhalten Sie unter citymanagement(@)langenzenn.de  oder Telefon 09101 – 703 103.

Bio-Regional-Faires Dinner "Wie schmeckt die Welt?" September 2019

Im Rahmen der fairen Woche der Einen-Welt-Gemeinschaft, kam das Dinner "Wie schmeckt die Welt?"  bei den Langenzenner*innen sehr gut an. Es war ein gelungener Abend, bei dem wir als Fairtrade-Steuerungsgruppe ein 4-Gänge-Menü aus fairen, regionalen, saisonalen und biologisch angebauten Zutaten zusammen mit einem Aperitif zum Auftakt, zum Abschluss mit unserem fair gehandelten Langenzenner Agenda-Kaffee, servierten. Genuss und Fairness mit sozialem Engagement verbinden - Das kam hervorragend an bei den Genießern*innen  des  ebenso  schön  gestalteten,  wie  wohlschmeckenden  Menüs.  Die Kulturhofkneipe, wo das  Dinner stattfand, war ausgebucht und wir machten gerne einmal Politik mit dem „Kochlöffel“. Und wie immer, wird es das Menü als kleines Rezeptheft im Weltladen geben. Fair sein, global genauso wie hier vor Ort in der Region zu den Produzenten*innen  unserer Lebensmittel,  sowie  zur  Natur, durch schonende Anbauweise, damit Alle Menschen Perspektiven für die Zukunft haben. Deshalb haben wir unsere regionalen Zutaten fürs Menü direkt bei der Hofladenbox geordert, die hier im Landkreis ihr Zuhause hat. Auch ist Langenzenn bereits seit 2012 als erste Fairtrade Kommune im Landkreis Fürth zertifiziert und die Bürger*innen leben diesen Gedanken. Das macht Mut für die Zukunft.

„Weniger ist mehr!“ – „ Markt der Möglichkeiten“ in der Schreinerei Keppner

In Kooperation mit dem Landkreis Fürth, dem Citymanagement und Naturamt der Stadt Langenzenn fanden sich im Februar 2019 Unternehmer aus Langenzenn und der Region ein, um sich beim Unternehmertreffen „Nachhaltigkeit trifft Wirtschaft“ über nachhaltige Themen zu informieren. Die Bereiche Energieeffizienz, Infrastruktursysteme, Nachhaltiges Anlegen, guter Umgang mit Ressourcen, Förderprogramme, Biodiversität, faire und regionale Beschaffung, klimafreundliche Mobilität etc. wurden in der Schreinerei Keppner am Mühlsteig präsentiert.

Nachhaltiges Firmenkonzept

Michael Leibrecht von machen.de führte als Moderator durch den nachhaltigen und informativen Abend. Nach einer kurzen Begrüßung durch 2. Bürgermeister Erich Ammon und einem Impulsbeitrag von Landrat Matthias Dießl zum nachhaltigen Wirtschaften ging es weiter mit einem Impulsvortrag von Frank Flohr, Flohreus GmbH aus Veitsbronn. Er berichtete mit Leidenschaft über sein auf Nachhaltigkeit beruhendes Firmenkonzept. Die Zuhörer waren sichtlich beeindruckt und motiviert,  es ihm gleichzutun. Um sich als familiengeführtes Unternehmen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen, ist es für Flohreus von zentraler Bedeutung auf Nachhaltigkeit zu setzen, sowohl umwelttechnisch, wie auch ökonomisch und sozial.

„ Markt der Möglichkeiten“

–  19 Aussteller aus der Region – präsentierte Michael Leibrecht mit der Frage an jeden Aussteller, was er zur Nachhaltigkeit für die Unternehmen beitragen kann. Die Akteure aus den  unterschiedlichsten Branchen fanden in der großen Halle der Schreinerei Keppner großen Zulauf und die Unternehmer konnten sich umfassend mit den Fachexperten austauschen und Informationen einholen.  

Dankeschön an die Austeller

Mitgewirkt haben:

Schreinerei Keppner, Flohreus GmbH, Stadtwerke Langenzenn, Energieagentur Nordbayern, Wirtschaftsförderung/Klimaschutz- und Regionalmanagement/FairTrade Landkreis Fürth, Weigl Nutzfahrzeug Service GmbH, N-Ergie, Ladeverbund solid+, RK Textil Fürth, Autarxia Infrastruktursysteme GmbH, Steuerungsgruppe Fairtradestadt Langenzenn, Sparkasse Fürth, HofladenBOX, Boxenstop Radsport, Fablab Landkreis Fürth, Bikeleasing Service GmbH, Unternehmensberatung Bühler & Görzen, FARCAP gGmbH Faire Mode und unser Weltladen in Langenzenn. Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!

Netzwerken und aktiv nachhaltig werden!

Abschließend wurden die verschiedenen Themenbereiche bei fairen Häppchen und Getränken vom Weltladen Langenzenn intensiv diskutiert und Meinungen ausgetauscht. Die neuen Impulse beschäftigten die Unternehmer noch bis in den späten Abend. Wer noch aktiv werden wollte, konnte sich noch sein nachhaltiges einzigartiges Erinnerungsstück eigenhändig anfertigen: Einen Schlüsselanhänger, der vom Azubi der Schreinerei Keppner in Ellipsenform aus Lärche gefertigt wurde und vom FabLab mit der Aufschrift „Weniger ist mehr. Bitte sehr!“ gelasert wurde. Der letzte aktive Arbeitsschritt durch den Unternehmer bestand darin, ein Loch mit dem Akkuschrauber zu bohren und den Anhänger zu montieren.  

„Zeit für Utopien“ im Bürgerhaus Langenzenn

 

„Zeit für Utopien“ nahmen sich im Januar 2019 zahlreiche Bürger und folgten der Einladung der Steuerungsgruppe Fairtradestadt Langenzenn ins bis fast auf den letzten Platz belegte Langenzenner Bürgerhaus. In dem Film gleichen Titels von Kurt Langbein berichten Menschen von Firmen, Start-Ups und Kooperativen, mit denen Produzenten und Konsumenten zusammen gebracht werden und sich der Preis der Produkte an den tatsächlichen Herstellungskosten der Erzeuger orientiert. Nachhaltigkeit bei den Rohstoffen und der Produktion, faire Entlohnung und angemessene Wertschöpfung bis zum Konsumente werden erfolgreich praktiziert.  

So wird ein von den Kunden finanzierter Milchviehhof im Alpenland mit Käserei, das Fairphone, eine genossenschaftlich organisierte Bio-Ladenkette mit Produzenten und Konsumenten als Teilhaber, sowie weitere nachhaltige Projekte aus aller Welt vorgestellt. Der Weg zu einer kooperativen gemeinwohlorientierten Wirtschaft ist möglich, wird erfolgreich praktiziert und muss keine Utopie bleiben - das ist die Botschaft an die Zuschauer. Und die wird auch noch verstärkt, als die Gastreferentin Frau Ines Pyko im Anschluss einige Projekte aus der Fördertätigkeit der Entwicklungsgenossenschaft „Oikocredit“ aus Peru, Ghana und Ägypten vorstellt. Fazit der lebhaften Publikums-Gespräche im Anschluss - der Wunsch nach weiterer Entwicklung zu mehr Miteinander und Nachhaltigkeit des regionalen und globalen Wirtschaftens.

2018

„Wie schmeckt die Welt?“ Bio-Regional-Faires Dinner in Langenzenn

Unter diesem Motto hatte die Fairtrade-Steuerungsgruppe anlässlich der deutsch-landweiten Fairen Woche im September 2018 in die Kulturhofkneipe geladen. Innerhalb kürzester Zeit waren alle 50 Plätze für das fair-regionale Fünfgängemenue ausgebucht. Bei bester Stimmung in der gemütlichen Wirtsstube verwöhnten die Mitglieder der Steuerungs-gruppe, als Köchinnen und Mundschenke, die Gäste mit Mango-Secco, Blätterteig-Tomatenpesto-Häppchen, roter Linsensuppe, Kokos-Curry-Hähnchen auf Safranreis, Quinoabratlingen mit Zuckerhutsalat und Dips, sowie Mango-Tiramisu. Dabei kamen auch Informationen über die Herkunftsländer wie Philippinen, Libanon, Indien, Iran, Bolivien und die Fairhandels-Partner nicht zu kurz. Aber auch auf die regionale Herkunft des Hühnchens (Langenzenn-Hardhof), des Bieres (Lahmabräu), sowie des Gemüses und des Rotlings und Seccos aus Franken wurde Wert gelegt. Von dieser Idee der Verbindung von fairem und regionalem Handel zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt und begeistert. So wurde denn auch bei abschließendem fairem Kaffee- und Plätzchengenuss der Wunsch laut nach Wiederholung dieses Dinners und nach den Rezept-vorlagen für daheim zum Nachkochen.  

Gleichzeitig war das faire Dinner auch ein Geburtstagsdinner für die Fairtradestadt Langenzenn. Denn vor genau 6 Jahren, am 28.9.2012 wurde Langenzenn zur ersten Fairtradekommune im Landkreis Fürth gekürt und im Frühjahr dieses Jahres bereits zum zweiten Mal erfolgreich rezertifiziert. Seither werben die ehrenamtlichen Mitglieder der Steuerungsgruppe, unterstützt durch das Citymanagement, mit Aktionen, Veranstaltungen und z.B. das Kochbuch „Langenzenn kocht fair“ für die Idee des fairen Handels und vernetzten sich mit den Aktiven des inzwischen Fairen Landkreises, der nun fast sechs weiteren fairen Landkreiskommunen, sowie auch außerhalb in die faire Metropolregion.  

Agenda 2030 Filmreihe des Landkreis Fürth - „Trashed – Weggeworfen“

Wohin mit dem ganzen Abfall?  Es geht uns alle etwas an!

Am 25.01.18 strömten fast 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger ins Bürgerhaus Langenzenn.

Im Rahmen der Agenda 2030 Filmreihe des Landkreis Fürth zeigte die Fairtrade-Steuerungsgruppe den Dokumentationsfilm „Trashed – Weggeworfen“, in dem der britische Schauspieler und Oscarpreisträger Jeremy Irons sich auf eine Reise durch die Welt des Abfalls macht. Er besucht gigantische Müllberge, Plastikteppiche im Meer und unterirdische Giftgruben. Im Film spricht er mit Wissenschaftlern, Politikern und Einzelpersonen, die ihm von den Risiken der weltweiten Verschmutzung von Land, Luft und Meer berichten. Als einzige erfolgversprechende Lösung propagiert der Film, weniger Müll zu produzieren.

Nach gut eineinhalb Stunden Doku-Kino herrschte erstmal betretene Stille, die sich jedoch bei der anschließenden Diskussion mit Roland Mietke und Johanna Wiglinghoff von der Zero Waste Initiative Nürnberg und Gerhard Heinzel (Mitgründer des Repair Café in Fürth) schnell in angeregte Gespräche verwandelte. Bernhard Heeren von der Steuerungsgruppe Fairtradestadt Langenzenn leitete als Moderator den Fragen-Antworten Austausch.

Das Publikum erkundigte sich nach Maßnahmen, wie sich Müll effektiv vermeiden ließe. Roland Mietke stellte z.B. einen Brotbeutel aus Baumwolle vor, der Papiertüten vom Bäcker überflüssig macht. Auch die sogenannten Recups, nachfüllbare Kaffeebecher aus verschiedenen Materialien, gibt es schon vermehrt in der Region zu kaufen. In den Kinderschuhen steckt jedoch noch das „unverpackt einkaufen“. Hier gibt es z.B. einen Laden in Nürnberg, der dies ermöglicht. Nachahmer gesucht!

Johanna Wiglinghoff, Foodsharing-Botschafterin erläutert wie wir Lebensmittel retten können. Eine Alternative ist es, z.B. übriggebliebenes Gemüse und Obst einzufrieren, einzumachen oder mit anderen zu teilen. Aus Brot zum Beispiel lassen sich leckere Semmelknödel, Semmelbrösel, Brotsuppe oder Brotchips herstellen.  Und man sollte natürlich nicht mehr kaufen, als man in angemessener Zeit verzehren kann.

Gerhard Heinzel berichtete von den Aktivitäten des Repair Café Fürth. Hier gibt es die Hilfe zur Selbsthilfe. Freiwillige Profis unterstützen Laien dabei  defekte Gerätschaften gemeinsam zu reparieren, sodass kaputtes wieder hergestellt wird und nicht auf dem Müll landet. Außerdem stehen für die Reparaturen notwendige Materialien und Werkzeuge bereit. Behoben werden alle Defekte, die ohne teure Ersatzteile und größeren Aufwand repariert werden können.

Bereits in den Schulen sollte auch ein besseres Bewusstsein zur Abfallvermeidung geschaffen werden, um Klima und Umwelt nachhaltig zu schützen, wird von mehreren Teilnehmern angeregt. Mit neuen Ideen und Anregungen zur Abfallvermeidung verließen die interessierten Zuhörer guten Mutes und das Bürgerhaus.

Weitere Informationen rund um das Thema Müllvermeidung und Repair Cafés finden Sie hier:

https://www.nuernberg.de/internet/agenda21/zerowaste.html 

www.iska-nuernberg.de/cgi-bin/repaircafe-fuerth 

www.foodsharing.de          https://zerohero-nuernberg.de  

2017

Fairtrade-Stadt Langenzenn auf Consumenta 2017- Fair und regional kochen und genießen!

An der diesjährigen Consumenta präsentierte sich die Fair Trade Stadt Langenzenn in der Halle „Aus der Region – Für die Region“ mit leckeren Köstlichkeiten aus dem Fair Trade Kochbuch „Langenzenn kocht fair“. Des Weiteren informierte die Steuerungsgruppe FairTrade aus Langenzenn über Sinn und Möglichkeiten der fairen Beschaffung.

Das faire Kochbuch mit insgesamt 30 Köstlichkeiten aus aller Welt ist zum fairen Preis von 9,50 € im Weltladen Caracol (Rosenstraße 5) erhältlich.  Vom Verkaufspreis wird  1,- € für ein fair-soziales Projekt verwendet.

Kombiniert mit einigen ungewöhnlichen fair gehandelten Zutaten aus dem Weltladen, bietet es sich als ideales Weihnachtsgeschenk an!

2016

Kochevent im Küchenstudio Schramm

Kochbuch "Langenzenn kocht fair" wird vorgestellt!

Zucchinitarte à la Landrat

Dass das Miteinander- Kochen verbindet - und zu einem höchst geselligen Miteinander führt - ist kulturübergreifend bekannt. Zur Fertigstellung des in Eigenregie entstandenen Kochbuches „Langenzenn kocht fair“ lud die Steuerungsgruppe „Fair Trade Town Langenzenn“ daher die Lokalpolitik und Sponsoren zu einem besonderen Kochfest in den Räumen von „Küchenstudio Schramm“ ein. Fachkundig übernahm Suzette Bondy-Merhmann die Oberaufsicht über die Menüabfolge – und über deren Köche: Landrat Dießl, Bürgermeister Habel, Alexander Schramm und als Vertreter der CVW-Privatbank AG, Herr Sellmer und Herr Ammon wurden alle in Schürzen (aus fair gehandelter Baumwolle) gesteckt – und durften dann Hand anlegen zum gemeinsamen Schnippeln. Nach kurzer Zeit konnten die geladenen Gäste bereits die „Zucchinitarte“ verkosten, gefolgt von „Glasnudelsalat“, „Putengeschnetzeltes“ und Keksen mit weißer Schokolade. Einhellige Meinung: LECKER! Wer an diesen erprobten Rezepten interessiert ist kann das Kochbuch mit 30 Köstlichkeiten aus aller Welt ab sofort zum Preis von 9,50 € im Weltladen Caracol, in der Buchhandlung Hasslinger sowie beim Citymanagement erwerben. Im Verkaufspreis enthalten ist eine Spende in Höhe von 1 €, die einem fair-sozialen Projekt zugute kommen soll. Kombiniert mit einigen der ungewöhnlichen Zutaten aus dem Weltladen ein ideales Weihnachtsgeschenk! Wir danken den Sponsoren – Küchenstudio Schramm, Confiserie Riegelein/ Cadolzburg, CVW-Privatbank AG, Wilhermsdorf und dem Weltladen Caracol für die finanzielle und ideelle Unterstützung.

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung von:

Fair und regional kochen und genießen - Das erste Langenzenner Kochbuch!

WIR HABEN UNS AUF DEN WEG GEMACHT! Gerade beim Genuss leckerer Speisen und nicht nur beim Verdauungskaffee wollen wir die Bedürfnisse der Produzenten in den Ländern des globalen Südens nicht aus den Augen verlieren. Mit der Idee, uns allen hier in der Region das vielfältige Angebot an Gewürzen, Ölen und Zutaten aus Fairem Handel in Form leckerer Kochrezepte näher zu bringen, machten sich engagierte LangenzennerInnen an die Arbeit, ein Kochbuch zu gestalten. Gerade auch kombiniert mit frischem Gemüse, Obst und Fleisch aus der regionalen Landwirtschaft lassen sich vielfältige kulinarische Genüsse zaubern.

In den Weltläden als Fachhandel für fair-ökologische Produkte und teilweise auch im Lebensmittelhandel finden Sie die benötigten fairen Zutaten. Für regionale Produkte sind natürlich der Langenzenner Bauernmarkt und die Hofläden im Fürther Land zu empfehlen.

Das Kochbuch mit 30 Köstlichkeiten aus aller Welt ist zum Preis von 9,50 Euro im Weltladen Caracol, in der Buchhandlung Hasslinger (Hindenburgstr. 24B) und beim Citymanagement der Stadt Langenzenn zu erwerben. Im Verkaufspreis enthalten ist eine Spende in Höhe von 1 Euro, die einem fair-sozialen Projekt zugute kommen soll.

30 Jahre Fairer Handel in Langenzenn

Im Rahmen seines 30-jährigen Jubiläums lädt der Weltladen Caracol, in Zusammenarbeit mit der Fairtrade-Stadt Langenzenn, zu einer Informationsveranstaltung ein

„Wie fair ist der Faire Handel? Ein Ziel – verschiedene Wege!

Bei fairen Getränken lässt der Weltladen Caracol die letzten 30 Jahre, darunter zweieinhalb Jahre Faitrade-Stadt Langenzenn, Revue passieren. Über die aktuellen Entwicklungen im Fairen Handel berichtet Dr. Markus Raschke, Vorstand im Fair Handelshaus Bayern e.G.. Anschließend darf diskutiert werden.

Fairer Kochkurs in Langenzenn

Bei einem Kochkurs der Volkshochschule Langenzenn wurden Gerichte aus fair gehandelten Produkten gekocht.

2014

DER "FAIRE FRANKENFUSSBALL" ROLLT AUCH IN LANGENZENN!

Um zu zeigen, dass Fairplay im Fußball nicht nur etwas mit sportlicher Haltung, sondern auch mit fair und sozial gerecht hergestellten und gehandelten Bällen zu tun hat, wurde auf Initiative des Eine Welt Netzwerk Bayern und Bluepingu e.V. nun einen Fußball in Matchballqualität hergestellt. Das Design in den rotweißen Frankenfarben ist exklusiv für diesen Ball entwickelt worden. Der „Faire Frankenball“ ist natürlich Fairtrade zertifiziert und mit einer griffigen Oberfläche für beste Ballkontrolle ausgestattet. Der Ball genügt mit seinem 5-lagigen Aufbau höchsten Ansprüchen - eben Matchballqualität! Er ist neben der Erwachsenengröße mit 450g  auch als 350g-Variante für den Jugendbereich zu haben. Produziert wird der Ball in Pakistan von der Firma Tramondi, einem Fairtrade zertifizierten Unternehmen. Der Anteil der Menschen, die in Pakistan in extremer Armut leben und mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag auskommen müssen, liegt dem Weltentwicklungsbericht des UN-Entwicklungsprogrammes zufolge bei 21 Prozent. Daher will die Initiative gerade dort die Einführung fairer Löhne und sozialer Arbeitsbedingungen fördern und fordern. Bei Lieferantenauswahl, Produktion und Konzeption des Balles hat das junge Nürnberger Unternehmen BadBoyz Soccer die Initiative unterstützt. Diese Firma unterhält z.B auch mit der Stadt München einen Rahmenvertrag für die Lieferung von hochwertigen Fairtrade-Hand- und Fußbälle.

Im Rahmen des "2. Langenzenner Firmenlaufs" wurden vom Bürgermeister und Mitgliedern der Steuerungsgruppe der Fairtradestadt Langenzenn den Fußballvereinen und Schulen je ein "Fairer Frankenball" überreicht. So sollen die "Fußballprofis"  den Ball kennen lernen und sich von seinen Matchballqualitäten überzeugen. Die Steuerungsgruppe wird bei Interesse bei der Bestellung des Balls beraten. Zum Rahmenprogramm durften die kleinen "Kicker" den Ball schon beim Torwandschießen erproben.  Wir wünschen uns, dass der Ball überzeugt und wir dem Ziel näher kommen, dass in Langenzenn und auf möglichst vielen Sportplätzen und in den Schulturnhallen der Region zukünftig der Faire Frankenball rollt.

Bestellt werden kann der Ball bei Eine Welt Promoter für Nordbayern Frank Braun:  braun(@)eineweltnetzwerkbayern.de zum Preis von 39 Euro für Einzelbestellung und 25 Euro für Sammelbestellungen für Schulen und Vereine (für 350g- und 450g-Ball).

Fair Kochen mit Freunden

Ende November 2014 servierte die Kneipe "Zum alten Kino" ein faires Gericht zum Abendessen. Die Küche zauberte Hähnchenbrustfilet mit Mangosoße, Reis, Wokgemüse und gerösteten Cashewnüssen für die Gäste. Das Team der Kneipe war im Auftrag der "Fairtrade-Stadt Langenzenn" unterwegs, die an einem "Fairen Kochenbuch" arbeitet.

Danke an das Kochteam!

Hähnchenbrustfilet mit Mangosoße, Reis, Wokgemüse und gerösteten Cashewnüssen

Zutaten und Zubereitung pro Person:

150 g Biohähnchen Brustfilet ohne Haut mit Barbecue Gewürz aus der Mühle (1) und  Salz würzen und in der Pfanne oder Bratröhre (30 Min. bei 180 °) braten.
60 g Bio Hom Mali Reis (2) nach Packungsanweisung kochen.
1 EL Mango-Chutney (3) mit 
2 EL Wasser und 
2 EL Weißwein verrühren und erhitzen.
150 g gemischtes Bio-Gemüse (Möhren, Paprika rot und gelb, Zucchini, Pilze, Frühlingszwiebeln) fein schneiden und in
1 EL Öl, vermischt mit
1 TL Curry Madras (3) nacheinander im Wok braten und mit
Salz,
schwarzem Pfeffer und
mittelscharfem Curry (3) würzen.
Einige Bio-Cashewnüsse (2) grob hacken, ohne Fett in der Pfanne anrösten und beim Anrichten darüber geben.

(1) el puente
(2) Gepa
(3) dwp

Rezept: Liane Jonda
Bild: Gerd Schwämmlein

Consumenta – Der Tag der Fairen Kommunen

Die Fairtrade-Towns Langenzenn, Roßtal, Zirndorf, Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach informierten am Stand des Landkreises Fürth anschaulich über den Fairen Handel am Beispiel "Bekleidung und Textilien". Als kompetente Adresse für Mode aus fairem Handel war auch Rainer Klemenz von der Boutique FARCAP – im Herzen der Fürther Altstadt  gelegen – als Gast dabei sein. Am Stand fanden verschiedene Aktionen statt. Die Besucher konnten Mini-T-Shirts bedrucken, an einem Quiz teilnehmen, fairen Kaffee kaufen, Ausstellungen besichtigen und Probeschokoladentafeln mitnehmen.

Faire Mode muss nicht langweilig und teuer sein!

Die Initiative für eine Faire Metropolregion Nordbayern informierte zudem die Besucher auf der Medienbühne der Nürnberger Nachrichten. Frank Braun (Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.) und Brigitte Hanek-Ures (FARCAP) stellten das Projekt in all seinen Fassetten vor. Zudem räumte eine kleine Modenschau mit dem Gerücht auf, dass faire Mode zwangsläufig teuer und langweilig sein muss.

Faire Stadtrallye

„Mascobado“ – der unverarbeitete Vollrohrzucker mit seinem feinen Karamellaroma – war des Rätsels Lösung. Die Teilnehmer an der Stadtrallye hatten zuvor das Lösungswort aus neun spannenden Fragen rund um das Thema Fairer Handel in Langenzenn zusammengesetzt. Die Organisatoren Dimo Zachhuber, Marlene Lödel, Lea Luzner und Anna- Lisa Rupprecht aus dem Project Fair Planet der Fairtrade-Schule des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums verlosten am Regionalmarkt einen Einkaufsgutschein vom Weltladen im Wert von 30 Euro (1. Platz), einen Fair Play-Fußball (2. Platz) und verschiedene fair gehandelte Süßigkeiten (Platz 3 - 5) an die 5 glücklichen Gewinner.

Ein herzlicher Dank geht an das Team vom Project Fair Planet und an alle fleißigen Teilnehmer!

Fair gehandelte T-Shirts aus Biobaumwolle am WBG

Am Freitag vor den Pfingstferien gab es am WBG eine große Auswahl an lustigen, coolen oder spruchreifen T-Shirts. Sie sind nicht nur fair gehandelt, sondern auch möglichst umweltschonend produziert. Die Aktion von Project Fair Planet lief in beiden Pausen, wobei es einige Kolleg(inn)en und Sekretärinnen genossen, sich in den Zwischenstunden in Ruhe etwas Schönes auszusuchen.

Herzlichen Dank an Bernd Hausmann und seine beiden netten Mitarbeiterinnen vom glore in Nürnberg für Eure tolle Unterstützung!

Workshop für Kinder am Regionalmarkt

Zum Regionalmarkt im Mai organisierte die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt einen Stand, an dem Kinder selbst Fußbälle nähen und Geldbeutel bedrucken konnten. Bei frischem, fairen Kaffee am Prinzregentenplatz stand das Thema "Faire Fußbälle" im Vordergrund. Zur Veranschaulichung der Problematik waren Lederteile „zum Probieren“ da.

Faires Spiel – eher die Ausnahme in der Fußballproduktion. Sialkot ist die Stadt der Bälle. Im Norden von Pakistan wird der größte Teil der weltweit verkauften Fußbälle produziert - meist in mühevoller Handarbeit von Nähern und Näherinnen, die unter schlechten Arbeitsbedingungen leiden. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet in dieser Region in der Fußball-Produktion. Auch in Indien, China und Indonesien werden viele Fußbälle, Volley- und Rugby-Bälle hergestellt. Die NäherInnen arbeiten in großen Fabriken viele aber auch von zu Hause aus. Es ist üblich, dass sie nicht pro Stunde, sondern pro Ball bezahlt werden.  Überstunden sind an der Tagesordnung und die Bezahlung liegt meist weit unter den gesetzlichen Mindestlöhnen.

Bundestagsabgeordneter berichtete am WBG über Situation in Bangladesch

Im Mai 2014 informierte der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz die Schüler vom Project Fair Planet sowie interessierte 9. und 10. Klassen über seine persönlichen Erfahrungen auf seinen Reisen nach Bangladesch.

Vor einem Jahr, am 24.4.2013, kamen bei dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 1130 Menschen ums Leben, mehr als 1500 wurden zum Teil schwer verletzt. In seinem schülernahen Vortrag berichtete der engagierte Politiker über die Auswirkungen dieser Katastrophe auf die Bevölkerung und die Produktionsbedingungen in Textilfabriken dieser Region. In diesem Rahmen erwähnte er auch den großen Handelsbedarf im Bereich Tierschutz (Leder"produktion"!).

In einem anschließenden Gespräch hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre persönlichen Fragen zu klären und über die Inhalte des Vortrags zu diskutieren. Dieser Besuch von Herrn Kekeritz war für alle Beteiligten eine rundherum gelungene Veranstaltung! Einige Schüler/innen der AG Fairtrade bedankten sich im Anschluss sogar persönlich für den begeisternden Vortrag von Herrn Kekeritz.

Faire Osterhasen und selbst gefärbte Ostereier von glücklichen Hühnern

Die fair gehandelten Osterhasen am WBG waren (zu) schnell nicht mehr zu haben wie auch die gute Schokolade. "Unsere Schule ist einfach süchtig nach der Guten Schokolade!"  (A.-L. R.) :) Dazu gab es faire Bio-Osterriegel, leckeren Orangensaft und unsere Produkte aus dem Pausenverkauf. Das Highlight unserer diesjährigen Osteraktion waren 70 Ostereier, die von glücklichen, freilaufenden Hühnern der Region gelegt und heute Morgen mit Begeisterung künstlerisch gestaltet wurden. Die Jungs von unserer AG Technik sorgten wieder mit cooler Musik für gute Oster- bzw. Ferienstimmung.

Fairer Handel – Und alle Mitarbeiter der Stadt sind dabei

Meike Weber, ehrenamtlich im Weltladen und seit September 2013 für die Stadt Langenzenn als Schulsozialarbeiterin an der Mittelschule tätig, informierte die Mitarbeiter der Stadt im Bürgerhaus über die Alltagstauglichkeit des Fairen Handels.

Im Büro des Bürgermeisters und bei Stadtratssitzungen wird Fairer Kaffee getrunken, im Bürgerhaus steht ein Fair-o-mat mit fairen Süßigkeiten, in den Lebensmittelgeschäften in Langenzenn kann man faire Produkte erwerben. Ein wichtiger Punkt ist z.B. auch, wie man im Supermarkt fair gehandelte Produkte erkennen kann: Alle Fair-Trade Produkte haben entweder eine Marke oder Siegel, an dem man erkennen kann, dass es fair gehandelt ist (z.B.: Gepa The Fair Trade Company, dmp und El puente).

Für die Mitarbeiter standen verschiedene  Fair gehandelte Köstlichkeiten und auf den Tischen wie z.B. Baguette mit unterschiedlichen Aufstrichen und Süßigkeiten. Natürlich gab es auch fairen Kaffee.

Pralinenaktion der AG Fair Trade an der Mittelschule

An der Mittelschule findet jede Woche findet eine AG Fair Trade im Rahmen der Ganztagesbetreuung statt. In der AG beschäftigt sich eine Kleingruppe mit dem Thema Fairer Handel, es wird fair gebacken oder Filme zum Thema angeschaut. Für die Fairtrade Pralinenaktion zum Beispiell stellte die Klasse 6g Pralinen aus fairen Zutaten her, die die neuen Fünftklässler als Willkommensgeschenk übergeben wurden.

Project Fair Planet präsentiert sich bei den zukünftigen „Fünfties“ und ihren Eltern

Beim Informationsabend (27.2.) am WBG waren wieder ein paar fleißige Helfer/innen der Fairtrade AG vor Ort. In der Mensa verkauften sie mehrere Liter fair gehandelten Orangensaft und andere Produkte aus ihrem regulären Pausenverkauf. Daneben gab es einen Informationsstand zum Thema "Fairer Handel", an dem insbesondere die Aktionen von Project Fair Planet präsentiert wurden und die Unterschriftenaktion "Make chocolate fair!" weitergeführt wurde. Nach dem Sommerfest sollen die Unterschriftenlisten dieser europäischen Petition an das Inkota-Netzwerk übergeben werden.

1. Fairer Weihnachtsbasar am WBG

Am vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien durften alle Klassen in den letzten beiden Unterrichtsstunden den 1. Fairen Weihnachtsbasar am WBG besuchen. Es wurde "heiße Orange" angeboten, Nikoläuse und viele kleine Kostbarkeiten von El Puente für die Schüler/-innen selbst oder zum Verschenken. Die Drahtspiele und Schmuckstücke waren schnell vergriffen, auch die Taschenspiegel, Schlüsselanhänger und Kerzen sehr begehrt. Project Fair Planet hatte alle Artikel selbst ausgesucht, die nun fast restlos verkauft sind.

Happy Valentine at the WBG

Am Freitag, den 14.2.14, startete die SMV des WBG wieder ihre alljährliche Rosenaktion, dieses Jahr erstmalig mit fair gehandelten Rosen! Insgesamt wurden ca. 120 wunderschöne Exemplare an Mitschüler/innen, Kolleg(inn)en und Sekretärinnen verschenkt. Zwei Referendare bekamen zum Abschied zusätzlich je eine Flasche fair gehandelten Rotweins.

Faire Leasing-Berufskleidung

Die Leasing-Berufskleidung für alle Baughofmitarbeiter wird künftig aus der Produktion von BP zu bezogen. Hierzu liegt ein Beschluss des Bau- und Umweltausschusses vor. BP ist Mitglied der Fairware-Foundation und die Produktionswege der Textilien dieser deutschen Firma sind inzwischen zu 60-80 % zertifiziert. Eine 100%ige Zertifizierung wird angestrebt. Dank an Herrn Wittmann von der Bauverwaltung, der sich hier im Rahmen einer begrenzten Ausschreibung eingesetzt hat.

Stadtratsbeschluss zum "Fairen" Beschaffungswesen der Stadt Langenzenn

Die Steuerungsgruppe "Fairtrade-Stadt Langenzenn" beantragte im Stadtrat am 5.12.2013 die Vermeidung des Erwerbs von Produktion aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, insbesondere aus Kinderarbeit, im öffentlichen Beschaffungswesen.

Der Stadtrat beschloss einstimmig folgende Anträge der Steuerungsgruppe:

  1. Die Stadt Langenzenn wird im Beschaffungswesen und bei Ausschreibungen des eigenen Geschäftsbreis künftig bemüht sein, nur Produkte zu berücksichtigen, die nachweislich ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 oder sklavenartige Arbeitsbedingungen hergestellt wurden bzw. Produkte, deren Hersteller oder Verkäufer aktive, zielführende Maßnahmen zum Ausstieg aus der ausbeuterischen Arbeitsbedingungen eingeleitet haben. Dies ist durch eine Zertifizierung einer unabhängigen Organisation (Siegel) oder eine entsprechende Selbstverpflichtungserklärung nachzuweisen.
  1. Gesellschaften mit städtischer Beteiligung werden aufgefordert, ebenso zu verfahren.
  1. Die Steuerungsgruppe „Fairhandelsstadt Langenzenn“ wird die Stadtverwaltung bei der schrittweisen Einführung für verschiedene Beschaffungsprozesse (z.B. Arbeitskleidung, Natursteine etc.) beraten und unterstützen. Erfahrungen anderer bayerischer Kommunen im Sinne auch von Muster-Bietererklärungen und Infoblättern, sowie verwaltungsjuristischer Gutachten liegen vor.
  1. Entsprechende Finanzmittel sind in der künftigen Haushaltsplanung zu berücksichtigen.

Fairtrade Town Initiative trifft sich zum ersten Mal

Was haben Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach, Neumarkt, Herzogenaurach, Roßtal, Langenzenn, Schwarzenbruck und Hersbruck gemeinsam? 

VertreterInnen der lokalen Fairtrade Town Initiativen dieser Kommunen in der Region haben bei einem ersten Treffen gestern beschlossen, sich beim Kampf für soziale Gerechtigkeit zukünftig enger zu vernetzen und miteinander zu arbeiten. Dafür soll ein regionales Netzwerk geschaffen werden. Die rund 20 VertreterInnen  der lokalen Steuerungsgruppen für eine faire Stadt trafen sich im Nürnberger Rathaus um einen ersten Rahmen für die gemeinsame Arbeit abzustecken.

Längst ist soziale Gerechtigkeit und Fairer Handel nicht mehr nur ein Thema für die Länder der sogenannten Dritten Welt. Diskussionen um Mindestlohn, faire Milch etc. zeigen, auch in unserer Mitte ist soziale Ungerechtigkeit und die Wahrung von Würde und Menschenrechten leider bei weitem nicht immer selbstverständlich.

Arbeitsschwerpunkte der Fairtrade Region Initiative werden sein:

  • gemeinsame Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • gemeinsame Arbeitsgruppen, um dem Thema in der öffentlichen Beschaffung von Kommunen und Kirchen den gebührenden Raum zu geben
  • Vorbereitung und Abstimmung gemeinsamer Aktionen z.B. auch zur Fußball WM

Hinter den teilnehmenden Kommunen stehen rund eine Millionen Menschen und der zehntgrößte Wirtschaftsraum in Deutschland. 

Die Initiative möchte gemeinsam mit Politik und Wirtschaft ein Zeichen setzen, dass soziale Gerechtigkeit in der regionalen öffentlichen Beschaffung nicht nur Wahlkampfrhetorik ist. Der politische Wille, einer Entscheidung zugunsten von Benachteiligten auch Taten und ein sichtbares Handeln nach Außen hin folgen zu lassen, ist unumgänglich.

Herzlich grüßen die Fairtrade Town Initiativen aus:

Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach, Neumarkt, Herzogenaurach, Roßtal, Langenzenn, Schwarzenbruck und Hersbruck

Für Rückfragen zur Fairtrade Region steht Ihnen Frank Braun Telefonnummer: 0171 4993272 gerne zur Verfügung.

 

Fairer Advent am Gymnasium

Während der alljährlichen Arbeitstage auf Burg Feuerstein hat das Project Fair Planet seine nächsten Aktionen geplant. Im November wurden innerhalb des Pausenverkaufs Adventskalender von gepa und am Nikolaustag kleine faire Schokoladennikoläuse zum Verkauf angeboten. Am Freitag vor den Weihnachtsferien organisiert die AG Fairtrade in der Aula des WBG einen Weihnachtsbasar mit kleinen Geschenkideen von El Puente und fairen Leckereien. Am Elternabend gab es einen Fairtrade-Stand in der Aula des WBG, an dem Eltern und LehrerInnen faire Adventskalender von gepa verkauft wurden. Ein neuer Getränkeautomat in unserer Mensa bietet nun hauptsächlich faire Produkte an!

Unterschriftenaktion
Im Rahmen eines Englischprojekts (neue Fairtrade-Ausstellung in der Aula des WBG!) stießen Schülerinnen der Klasse 9C auf die Unterschriftenaktion MAKE CHOCOLATE FAIR des Inkota-Netzwerks. Es handelt sich hierbei um eine europäische Petition für die Einhaltung der Fairtrade-Standards bei der Herstellung von Schokolade. Im Sommer 2015 sollen diese Unterschriftenlisten offiziell bei einem Treffen von großen Schokoladenproduzenten übergeben werden. Vielen herzlichen Dank an alle Aktiven, die sich daran beteiligen!

„Faires Verwöhn-Frühstück für Mamas“

Die Sonnenblumengruppe der evang. KiTa Pusteblume hat  lange ihren Mama-Kind Tag geplant: Zunächst wurden Einladungen gebastelt (faire Milchtüten in Miniformat), es wurden Schoko-Bananenmuffins, Vollkornbrötchen, Kekse gebacken, Tischsets aus Herbstlaub mit Umweltschutzpapier hergestellt, beim Bauern wurden Eier gekauft, es gab fränkische Butter, Käse und Joghurt, mit Bollerwagen gewappnet wurde im Caracol eingekauft: Milch, Orangensaft, Kaffee, Tee, Kaba, Bananen, Rohrzucker.,und vom Langenzenner Metzger gab es Wurst.

 

Tags zuvor bereits deckten und dekorierten die Kinder die Tische liebevoll. Am Samstag ging es los: die Kinder führten ihre Mama an ihren Platz, es gab es ein Begrüßungsmedley aus verschiedenen Liedern und dann bedienten die Kinder ihre Mamas nach Wunsch vom Büfett - sie haben das ganz toll gemacht und die Mamas waren sehr stolz.   

Nach dem Frühstück - und einer längeren „kinderfreien Unterhaltungszeit“ für die Mütter - machten wir uns an Hand des Weltverteilungsspieles (näheres dazu  im Internet abrufbar) Gedanken über die Gerechtigkeit auf der Welt. Alle Kinder waren sich einig, dass doch die Lebensmittel- in Form von Gummibärchen - in die Mitte kommen und dann gleichmäßig an Alle verteilt werden sollen.  

Den Abschluss bildete das „fairtradetown-Lied“, welches uns Markus Simon dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hatte. Gemeinsam mit den Mamas sangen wir es und waren uns einig: es war eine tolle Aktion. 

Schon Kindergartenkinder können für den fairen Gedanken sensibilisiert werden – und sie verstehen: 

„fair ist, wenn der Mann, der die Sachen anpflanzt oder dem die Kühe gehören, genug Geld bekommt, dass er selbst davon leben kann“. 

Faire Rosen am Regionalmarkt

Am Sonntag den 22.09.2013 nutzte die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Langenzenn den Regionalmarkt, um auf Produkte des Fairen Handels aufmerksam. Im Mittelpunkt stand die Rose. Am Stand waren zudem Kaffee und Schokolade erhältlich. Die fair gehandelten Rosen überzeugen druch ihre Farbenpracht, Größe und Haltbarkeit. Wer seine Rosen künftig auch fair beziehen möchte bzw. sich weitergehende Informationen holen möchte, kann das hier tun:

Fairtrade Deutschland zum Thema Blumen

Blumen Vergiß Mein Nicht
Friedrich-Ebert-Str. 13
Telefonnummer: 09101 997222

Zwei Tonnen verkaufter Agendakaffee

Langenzenn hat mit dem Zennafair seinen eigenen Agendakaffee. Seit seiner Einführung 2010 wurden 4000 Päckchen á 500 g verkauft (Stand 2013). Das macht summa summarum 2000 kg gleich 2 Tonnen. Eine beachtliche Leistung. Eine Reihe an Vereinen und Institutionen schenkt den Kaffee zu allen möglichen Anlässen aus. Vielen Dank an alle, die an dem Projekt beteiligt waren und sind. 

Hier erhalten Sie den Agendakaffee

Bewerbung zur Hauptstadt des Fairen Handels 2013

Mit dem Projekt "Wir haben uns auf den Weg gemacht" bewirbt sich die Fairtrade-Stadt Langenzenn 2013 auf den Titel Hauptstadt des Fairen Handels. 2012 wird Langenzenn die erste Fairtrade-Stadt im Landkreis Fürth: Mit der Gründung der Steuerungsgruppe Ende 2011, der Auftaktveranstaltung Anfang 2012, der Dokumentation der Kriterien während dieser Zeit bis zur  Urkundenverleihung im September 2012 demonstrieren wir ein Jahr lang: "Wir haben uns auf den Weg gemacht".

Der Preis, den die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global gGmbH auslobt, wird am 18.09.2013 im Rahmen der Konferenz "European Municipalities Take Action for Faire Trade" in Bremen verliehen. Die Jury tagt am 22.08.2013. Bereits gewonnen hat Langenzenn die gesponserte Teilnahme an der Preisverleihung und an einem Erfahrungsaustausch im kommenden Jahr.

Auf den Spuren des Fairen Handels in Langenzenn

Am Dienstag, den 16.07., führte Regina Heeren von der Steuerungsgruppe der Fair Trade Town Langenzenn 12 Mitglieder von „Project Fair Planet“ des Wolfgang-Borchert Gymnasiums durch ihre Stadt. Schwerpunkte dieser besonderen Stadtführung waren die Produktionsbedingungen von unseren Konsumgütern Papier, Kleidung und Handys. Damit es stets spannend blieb, durften die Schülerinnen und Schüler bei jeder Station aktiv werden und es war gar nicht immer einfach, bei der „Weltreise“ der Produkte die betroffenen Länder auf der Weltkarte zu finden. Die Quintessenz dieses Nachmittages war allen schnell klar: „Weniger ist mehr.“  Nach 90 lehrreichen Minuten mit schockierenden Erkenntnissen, in denen Frau Heeren aber auch mögliche Veränderungen in unserem Konsumverhalten aufzeigte, gönnte sich noch so mancher einen leckeren Snack im Weltladen in der Rosenstraße. 

Das WBG ist „Fairtrade-School“

Mit weiteren Aktionen ist zu rechnen! Am 09. Juli wurde das Wolfgang-Borchert-Gymnasium zur 1. Fairtrade-School in Mittelfranken ausgezeichnet und ist damit die 20. Schule deutschlandweit und erst die 3. Schule in Bayern, die diesen Schritt gegangen ist. Was mit leckeren Lebkuchen aus fairem Handel als Nikolausaktion begann, endete (vorerst) in einer feierlichen Zeremonie in der Aula. In Anwesenheit von Schülern und Lehrern, einer Reihe von Politikern aus Stadtrat und Kreisrat und den Akteuren der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Langenzenn überreichte Diana Stanke von TransFair Herrn Vollmer als Leiter der Schule die Urkunde.

Der Verkauf von insgesamt über 2000 Tafeln „Der Guten Schokolade“ auch während der Pausen wurde als „hitverdächtig“ gelobt, allerdings kam bei den Reden zum Festakt vor allem der Tenor auf, dass es sich hier über die faire Schokolade hinaus um ein auf Nachhaltigkeit angelegtes Projekt handelt. Gerade die Arbeit an der Basis sei wichtig für eine Bewusstseinsbildung für globales Lernen, das auf möglichst viele Schulfächer ausgeweitet werden soll. Das Ethik-Projekt „Schmutzige Schokolade“ ist nur ein Beispiel, wie Fairtrade bereits im Unterricht umgesetzt wird.

Die Hauptakteure des Tages waren jedoch die 32 Schülerinnen und Schüler, 2 Eltern und 8 Lehrer von „Project Fair Planet”, der Gruppe am WBG, die sich für eine Faire Schule einsetzt. In kürzester Zeit wurde beispielsweise ein „Fairtrade-Kompass“ erstellt, die Mithilfe am Regionalmarkt organisiert und an der Augsburger Fairhandels-Messe als Multiplikatoren teilgenommen. Schulpullis und Sportbälle sollen künftig fair angeschafft werden. „Mit weiteren Aktionen ist zu rechnen“ warnte Herr Vollmer scherzhaft, als er die Urkunde in Händen hielt.

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Seminar "Faire Kommunale Beschaffung"

Den Einstieg in das Aktionsfeld "Faire Kommunale Beschaffung" bildete das Start-up-Seminar Anfang Juli. Referent Michael Marwede von der Servicestelle Kommunen in einer Welt, ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH unterrichtete die Amtsleiter und die in der Beschaffung tätigen Mitarbeiter sowie die Verantwortlichen aus den Nachbarkommunen über die Grundsätze der fairen Beschaffung. Weitere Schritte sind weitere Gespräche mit der Verwaltung, mit Anbietern sowie ein haushaltswirksamer Beschluss des Stadtrats.

Lecker fair-sorgt mit dem Fair-o-maten

Im Juni 2013 wurde im Foyer im Bürgerhauses Langenzenn ein Fair-o-mat aufgestellt. Dieser Snackautomaten wird vom Weltladen in der Rosenstraße mit fairen Leckereien bestückt und so faire Produkte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei spielen neben der Idee des fairen Handels noch andere Kriterien wie Nachhaltigkeit eine Rolle. Der Fair-o-mat kommt ohne Strom und Kühlung aus und arbeitet damit CO2-neutral. Ebenso wurde ein Kaffeeautomat installiert, der ausschließlich mit fairen Kaffeebohnen aus dem Weltladen befüllt wird.

Weitere Infos und Preisliste

Hauptsache billig!? – Ein Theaterstück zum Nachdenken

Die Situation von Näherinnen in Asien, die Unterbezahlung in den Herstellerländern und die Problematik des Kleiderkaufes bei war Thema der Ethikgruppe der Mittelschule unter Leitung von Hr. Sponsel. Ergebnis der Recherchen ist das Stück "Hauptsache billig!? – Kinderarbeit in Bangladesh". Die Mittelschüler führten ihr kritisches Werk in der Grundschule und mehrmals öffentlich z. B. bei der Prämierungsfeier der Fairtrade-Stadt am Regionalmarkt auf. Im Juni wurde es im Rahmen der fairen Projektwoche an der Grundschule, diesmal von den Grundschülern einstudiert, erneut gespielt.

500 Tafeln der "Guten Schokolade" in Rekordzeit verkauft

Am Tag vor den Osterferien hat das ‚Project Fair Planet‘ des WBG im Pausenverkauf 500 Tafeln der guten Schokolade in nur unglaublichen 5 Minuten verkauft. Fair gehandelt, komplett klimaneutral und superlecker! Somit kann die Kinder- und Jugendorganisation ‚Plant for the Planet‘ 100 Bäume für unsere Schule pflanzen. Die Idee stammt von dem 11jährigen Felix und seinen Freunden, die es den Kindern von Kakaobauern ermöglichen wollen, in die Schule zu gehen statt bei der Ernte mithelfen zu müssen. Am Freitag nach den Osterferien wurde die Aktion mit 1000 Tafeln wiederholt, da der Osterhase leider nicht alle Kinder glücklich machen konnte. 

Fairer Empfang im Rathaus

Am 9. April 2013 stellten Stadt und Steuerungsgruppe eine neue Informationsbroschüre vor und ehrten die über 50 an dem Projekt „Fairtrade-Stadt Langenzenn“ Beteiligten.

1. Bürgermeister Jürgen Habel, Citymanagerin Anne Kratzer und  Jürgen Oppel vom Weltladen Caracol verteilten zum Dank fair produzierte Stofftaschen, einen Aufkleber („Wir unterstützen die Fairtrade-Stadt Langenzenn“), die neue Broschüre und fair gehandelte Rosen. Unterstützt wird die Veröffentlichung von der Sparkasse Langenzenn und der Werbeagentur Bendl & Klotz. Die Rosen organisierte der Blumenladen „Vergiß mein Nicht“ in der Friedrich-Ebert-Straße. Für die fair gehandelte Verpflegung sorgte der Weltladen. 

Teilnahme am Regionalmarkt

Am 28.4.13 drehte sich am Infostand der Fairtrade-Stadt alles rund um die Kaffeebohne. In einem kleinen Workshop Kaffee wurde selbst geröstet, gemahlen und „traditionell“ im Filterverfahren gekocht. Das Augenmerk wurde auf „fairen Kaffee“ – als Gegenpol zum nicht-fairen Kaffeekonsum gelegt. Dazu gabs faire Limo, Luftballons und faire Taschen. Ein Team aus Weltladen, Stadträten, Bundnaturschützlern und Schülern des Gymansiums und Grundschule war am Stand aktiv.

Faire, regionale Biolebkuchen am Bauernmarkt

Am 1. Dezember 2012 verkaufte die Steuerungsgruppe der „Fair Trade Town Langenzenn“ des Franken liebstes Weihnachtsgebäck, den Lebkuchen. Voraussetzung um Lebkuchen unbeschwert zu genießen ist für viele Menschen mittlerweile nicht nur der gute Geschmack, sondern dass auch die Zutaten für diese weltweit bekannte Spezialität aus fairem Handel kommen. Dass auf den Kakaoplantagen keine verkauften Kinderarbeiter ausgebeutet werden, dass die Nüsse nicht aus Monokulturen mit hohem Pestizideinsatz und einer Industrialisierung der Bienenvölker einhergeht, für den Rohrzucker keine Urwälder brandgerodet werden und letztendlich, dass die Herstellung in der Region, von einem Bäckereifachbetrieb aus der Region, der auch Ausbildungsplätze bereitstellt, stattfindet.   

Diesen besonderen Genuss konnten die Langenzenner BürgerInnen auf dem Bauernmarkt durch den Kauf von „Fairen, regionalen Biolebkuchen“ bekommen. Und es wurde kräftig zugegriffen. Letztendlich waren um 11 Uhr alle Lebkuchen weg, samt den letzten mineralölfreien Adventskalendern aus fairem Handel des Weltladen „Caracol“. Manch einer holte sich in letzter Sekunde lieber doch noch einen rückstandsfreien Kalender für die Adventszeit ins Haus und verzichtete auf schadstoffbelastete herkömmliche Handelsware. 

So kann man sich Schokolade und Lebkuchen schmecken lassen und hat gleichzeitig mit seinem Einkauf dafür gesorgt, dass es den Erzeugern gut geht, durch faire Bezahlung, sich selber mit einem Bioprodukt verwöhnt und einer Mittelstandsbäckerei in der Region die Wertschöpfung erhalten. 

Kontaktdaten

Kontakt

  • Stadt Langenzenn
  • Friedrich-Ebert-Straße 7
  • 90579 Langenzenn

Öffnungszeiten

  • Montag bis Freitag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
  • Montag: 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Dienstag: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
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